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Mama Hindu über sich und ihr Anliegen

(Stand 2010)

 

"About me:

My name is Hindu Ally Mbwego. I'm a married women, aged 48 with four children between 14 and 26 years. It happend to be a women of helping the vulnerable during the things I saw, when I was young. Mama HinduIn my youth I was very interested in vulnerable and handicapped children because I didn't like the way they were treated. I had the idea that everyone should get their right.

But I also noticed the lifestyle of Tanzanian women. When I looked at the women in my family and in my neighbourhood, I saw the the problems women had – and still have – in an society, which is just leaded by men. The women are the ones, who are acting the whole day. They have to work and their husbands just supervise them. I noticed that after a woman married a man, her lifestyle was similar to the ones of a slave. I decided that I didn't want to have the same life as all these women and mothers. First I was just shocked, but then I was encouraged to change the situation of women. I married , but I also started fighting for the rights of women.

At that time I was teacher at a government secondary school. Together with some friends I decided to leave school and to start a Community based Organisation. I found some more women, who joined the CBO. Our aim was to advocate for women rights and to teach them about their rights. I started with the Center for Women Development (CWCD). After some time we saw changes in the women's behaviour. We saw that we can mobilize the people, so we expanded our work to more areas and regions. And today I'm very happy to see the outcome: 68 independent women groups (each group has 30-35 members) in different areas around Arusha. The primar idea „starting to help the women, you start to help the whole nation“ was growing. The men, the leaders of the villages and people from the governmet are now involved in our work.

 

About the Center and Communities livelihoods:

At the beginning I was still talking about my interests in helping the vulnerable and handicapped children. So beside helping the women I planned to help and to protect the children in the disadvantaged areas. So Center for Women  Development (CWD) changed into Center for Women and Children Development (CWCD). The first idea was to protecting girls from FGM (Female Genitale Multlation) and early marriage. And the second idea was to give every child in these rural areas the chance to get education (because many very intelligent children were just taking care of the animals and had no chance to go to school, and the girls were not allowed to join a school). For these aims, we were trying to work together with the government. They should help us to protect girls from early marriage and FGM. And the other thing we did: we were starting early childhood centers in the rural and choosed a Committee, whose members has to look, that every child is coming to the center.

In the rural areas I also saw handicapped children, who were treated very badly. We took some of them away from this places. That's how I started to plan to build a school for the vulnerable children in Arusha region. Now the school is still built up to class V and the chilren get a good education in small classes. And we are still in process to finish the primary school.

My future plan for the school is to have a vocational school, for those children, who cannot continue with secondary school. So that they can be prepared to work in different jobs.

For the women I would like to have a Women Ressource Center, where the women can be trained in different issues and then provide their knowledge to other women.

To be succesful with my future plans for the CWCD, it would like to work together with volunteers from abroad, to exchange ideas and get new ideas from other parts of the world.

But to run this organization is also bringing difficulties with it: having enough fund to pay the people, who are working for the CWCD and the Pre&Primaryschool and to work together with people from rural areas, it means that you have to face the problem of bad infrastructure (most of the streets are really unpassable without cruisers > So a landcruiser would be needed!), language and traditional customs.

But when I look at the outcome of the work of CWCD it gives me power to go on with my work. And there are also so many people, who comforting me. That's why I don't stop, wanting to change the the situation of disavantaged women and vulnerable children."

 

 

Übersetzung

 

"Über mich:

Mein Name ist Hindu Ally Mbwego. Ich bin eine verheiratete Frau, 48 Jahre alt und habe vier Kinder zwischen 14 und 26 Jahren. Bereits in meiner Jugend, hatte ich das Bedürfnis den Schwachen zu helfen. Vor allen Dingen hat mich damals sehr erschüttert, wie behinderte Kinder behandelt wurden. Ich kam zu der Überzeugung, dass jede Person, dass Ihr zustehende Recht auf ein würdevolles Leben erhalten sollte.

Auch ist mir die Lebensweise der tansanischen Frauen aufgefallen. Alleine bei der Betrachtung der Frauen in meiner Familie und meiner Nachbarschaft, sah ich die Probleme die Frauen in einer Gesellschaft die von Männern bestimmt wird, hatten und noch immer haben.

In Tansania sind die Frauen diejenigen, die den ganzen Tag tätig sind.  Sie haben zu arbeiten, Ihre Ehemänner beaufsichtigen Sie.  Ich bemerkte, dass nach der Heirat, das Leben der Frau einer Sklavin ähnelte und beschloss, dass ich nicht das gleiche Leben führen wollte, wie all diese anderen Frauen und Mütter.

Mein anfängliches geschockt sein über diese Situation, änderte sich zu meiner Überzeugung die Situation der Frauen verändern zu wollen. Auch ich heiratete, aber gleichzeitig startete ich für die Rechte der Frauen zu kämpfen.

Zu dieser Zeit war ich Lehrerin an einer staatlichen Schule. Zusammen mit ein paar Freunden entschied ich mich dazu, die Schule zu verlassen und eine Organisation auf Bürgerebene (Community Based Organisation) zu gründen. Weitere Frauen traten bald der Organisation bei. Unser Ziel war es, für Frauenrechte einzutreten und Frauen über Ihre Rechte zu unterrichten. Ich gründete das Center for Women and Children Development (CWCD). Nach einiger Zeit konnten wir gewisse Änderungen im Verhalten der Frauen bemerken. Wir sahen, dass wir die Leute dazu bewegen konnten etwas zu verändern. Dies motivierte uns, unsere Arbeit auf andere Gebiete und Regionen auszuweiten.

Heute bin ich über das Resultat unserer Arbeit sehr glücklich. Wir haben 68 unabhängige Frauengruppen in verschiedenen Gebieten um die Stadt Arusha. Jede Gruppe verfügt über 30 bis 35 Mitglieder. Die ursprüngliche Idee - „Fange an den Frauen zu helfen, dann hilfst Du einer ganzen Nation“ - war gewachsen. Die Männer, die Leiter der Gemeinden, und Regierungsangestellte sind heute in unsere Arbeit involviert.

 

Über das Center

Am Anfang galt mein Interesse der Unterstützung von hilfsbedürftigen und behinderten Kindern. Daher plante ich neben der Unterstützung der Frauen in der Region, auch den Kindern in benachteiligten Gebieten zu helfen und diese zu schützen. Das ursprüngliche Center for Women Development (CWD) änderte sich zum Center for Women and Children Development (CWCD).

Das Hauptziel war es, junge Mädchen vor der Verstümmelung Ihrer Geschlechtsorgane zu schützen. Leider ist dieses schreckliche Unterfangen weit verbreitet in Tansania. Es galt aber auch, die Mädchen davor zu bewahren, bereits in sehr jungen Jahren verheiratet zu werden.

Ein weiteres Anliegen war es, jedem Kind in den ländlichen Regionen eine Chance auf Schulbildung zu ermöglichen. Viele sehr intelligente Kinder in diesen Gebieten haben keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen, vielmehr hüten sie die Tiere der Familie. Mädchen ist es zudem oft nicht erlaubt zur Schule zu gehen.

Um unsere Ziele zu realisieren, haben wir zum einen die Zusammenarbeit mit der Regierung gesucht. Sie sollte uns helfen, die Kinder zu schützen.  Zum anderen haben wir Early Childhood Centers (Center für junge Kinder) in den ländlichen Regionen gegründet. Ein Komitee wurde eingerichtet, dessen Mitglieder dafür verantwortlich sind, dass jedes Kind ein Center besuchen kann.

In den ländlichen Gebieten sah ich viele behinderte Kinder die sehr schlecht behandelt wurden. Es war mir klar, dass wir diese Kinder in Ihrer erbärmlichen Situation nicht lassen konnten. Wir gaben Ihnen ein neues Zuhause. So kam es dazu, dass wir eine Schule für schutzbedürftige Kinder in Arusha planten und bauten. Heute unterrichten wir bis zur fünften Klasse in der Schule. In kleinen Klassen bekommen die Schüler die Möglichkeit auf eine gute Schulausbildung. Wir sind derzeit noch im Prozess, die Grundschule fertig zu stellen.

Mein zukünftiger Plan ist es, eine Berufsschule zu gründen. Hier sollen die Kinder auf  Ihre künftige Arbeit vorbereitet werden, wenn sie keine weiterführende Schule besuchen können.

Für die Frauen möchte ich ein Center errichten, in dem diese auf verschiedenen Gebieten geschult werden und anschließend Ihr Wissen an andere Frauen weitergeben können.

Damit meine zukünftigen Pläne für das CWCD Erfolg haben, möchte ich weiterhin mit Volontären aus dem Ausland zusammen arbeiten, um Ideen auszutauschen und neue Ideen aus aller Welt zu sammeln.

Leider ist die Aufrechterhaltung des CWCD nicht einfach, sondern vielmehr mit Schwierigkeiten verbunden:  So z.B. genügend Gelder zu generieren, um die Löhne der Mitarbeiter des CWCD und der Vor- und Grundschule zahlen zu können. Aber auch die Arbeit mit den Centern in den abgelegenen, ländlichen Regionen ist schwierig aufrecht zu erhalten, nicht nur in finanzieller, sondern auch in infrastruktureller Hinsicht. Die Zufahrtsstraßen zu den Gemeinden sind in einem desolaten Zustand, so dass weite Distanzen nur mit einem Allradfahrzeug zu überwinden sind. Ein solches wäre daher dringend von Nöten.  Aber auch die unterschiedlichen traditionellen Gebräuche der verschiedenen Stämme und die unterschiedlichen Sprachen sind immer wieder eine Herausforderung.

Aber wenn ich das Ergebnis der Arbeit des CWCD betrachte, gibt dies mir die Kraft meine Arbeit fortzuführen. Auch stehen mir so viele Personen bei und unterstützen mich.

Dies sind die Gründe, warum ich nicht aufhöre, die Situation von benachteiligten Frauen und Kindern verändern zu wollen."

 

 

 

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